29.11.2009 geblogt von Fabienne | Das apokalyptische Alphabet der Alliterationen
Electric Lady Studios. Was für ein passender Name eines Studios, in welchem die Electric Lady herself ein Album aufgenommen hat. Emilie Simon, ursprünglich aus Montpellier, lebt heute in New York wo sie endlich die zwei Elemente gefunden hat, welche ihr für ihren musikalischen Erfolg wichtig erschienen. Aber erst noch einmal von vorne.
Drei Jahre nach ihrem ersten Album „Emilie Simon“, welches in Europa veröffentlicht wurde, und nach dem Lob für ihre Filmmusik zu „Die Reise der Pinguine“, erschien Emilies zweites Album „The Flower Book“ – diesmal auch Übersee. Nach unermüdlichem Touren und Aufnehmen zog sich die Sängerin zurück. Sie wollte weitere persönliche Erfahrungen sammeln, die Musik für eine Weile vergessen. Sie hielt sich von Computern fern, um nicht in Versuchung zu kommen. Ganze eineinhalb Jahre lang. Nach der Pause sah sich die junge Künstlerin rehabilitiert und endlich soweit, wieder zu musizieren. Das Resultat: „Big Machine“.
Big Machine basiert auf zwei Elementen: Das eine unverzichtbare Element für die Eigenart Emilies Musik ist ihre zarte Stimme, die sie vor einen elektronischen Dschungel legt, manchmal auch dahinter. Ihre Musik wird herausfordernder, Emilie wird zur Schauspielerin, inszeniert sich und ihre Musik selber. Und dies mit fach- und tatkräftiger Unterstützung von Kelly Pratt (Arcade Fire) und John Natchez (Beirut). Klammer auf: Fans von Pratt und Natchez sollten sich unbedingt mal die Musik von Team B anhören. Klammer zu. Jedenfalls scheint Emilie auf ihrem neuen Album sowohl Kate Bush zu zuzwinkern wie auch mit David Bowie zu flirten.
Als zweites Element finden sich auf „Big Machine“ viele traditionelle chinesische Instrumente. Ein Souvenir aus der Zeit, als die zierliche Französin noch in Chinatown wohnte. Alles in allem eine perfekte Bühne, um ihre Rolle als Cabaret Sängerin auszuleben und ihre Hörerschaft zu bezirzen. Enchanté, Electric Lady!
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und bei Cede.ch ist sie in der Gruppe Chansons. Hören die die Musik überhaupt?